Über die Chronik der Emlichheimer Wehr zu berichten, ist nicht ganz einfach, da nach den letzten Krieg mit dem entwendeten Privatwagen des damaligen Bürgermeisters Friedrich Kottmann viel schriftliches Material wie Protokolle und Brandberichte verloren gingen.

Zum 75 jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Emlichheim wurde bereits eine Festschrift herausgegeben. Damals konnte dank der Aussagen älterer Mitbürger und der Mithilfe Feuerwehrleute jedoch noch manches zusammengetragen werden.

Die Umwandlung von einer Pflichtfeuerwehr zu einer Freiwilligen Feuerwehr vollzog sich im Jahre 1901. Der erste Brandmeister der Emlichheimer Wehr war von 1901-1913 der Zimmerermeister Jan Reinink aus Emlichheim - Westerdorf. 

Jan Reinink 1. Brandmeister

1901 – 1913 

Ehemaliges Gerätehaus am Bremarkt

1901 / 1902 

Das Feuerwehrgerätehaus stand zu diesem Zeitpunkt am Weg zum Friedhof, wo jetzt das Gemeindehaus der Ev. - ref. Kirchengemeinde steht.

Hauptgrund für die Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr war wahrscheinlich der zweite nachweisbare Grossbrand im Jahre 1900, bei dem einige Häuser am Bremarkt niederbrannten. Bereits im Jahre 1854 hatte ein Grossbrand einen Ortsteil Emlichheims völlig eingeäschert. Dieser Grossbrand hatte zur Folge, dass eine Anzahl von Bauern ihre Wohn - und Wirtschaftsgebäude vom Ortskern in den heutigen Ortsteil "Neustadt" verlegten.

Bei dem Grossbrand im Jahre 1900 stand der Feuerwehr nur eine Druckspritze zu Verfügung. Aus diesem Brand zog man die Lehren und besorgte sich eine Handsaug und Druckspritze mit Pferdezug. Diese Spritze steht heute als Museumsstück im Feuerwehrgerätehaus. Sie wird nur noch für Schauveranstaltungen eingesetzt.

In der damaligen Zeit war es für Wehrmänner sicherlich ein Ereignis, eine solche für die damalige Zeit moderne Handsaug - und Druckspritze zu erhalten. Es trat aber jedoch eine neues Problem auf. In dem Spritzenhaus am Weg zum Friedhof konnte die Pumpe nicht untergestellt werden. Man musste deshalb eigens für die neue Spritze ein neues Gerätehaus errichten. Um das alte Gerätehaus auch weiterhin benutzen zu können, errichtet man in unmittelbarer Nähe am Bremarkt ein weiteres Gerätehaus.

Der erste Brandmeister Jan Reinink wurde im Oktober 1913 von dem Zimmerermeister Harm Pohlmann abgelöst. 

Harm Pohlmann

Brandmeister von

1913-1947 

Die alte Handdruckspritze, hier bei einem Jubiläumsfest im Jahre 1976. 

Er war sehr lange Brandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Emlichheim. Er hatte dieses Amt bis Februar 1947 inne. Während seiner Amtszeit fanden also beide Weltkriege statt. Pohlmann wurde im Februar 1956(leider drei Jahre zu spät) als 73jähriger Altbrandmeister für seine 40jährigen Verdienste um die Emlichheimer Feuerwehr geehrt und erhielt das silberne Feuerwehrehrenabzeichen mit goldenem Rand.

Im Zweiten Weltkrieg von 1939-1945 war der Schmiedemeister Albert Jan Raafkes stellvertretender Brandmeister und hatte als solcher in dieser schweren Zeit einen verantwortungsvollen Posten auszufüllen. Von 1947-1949 war Albert Jan Raafkes Brandmeister der Wehr und gab dieses Amt in die Hände seines Nachfolgers Lucas Lügtenaar, der bis 1954 die Wehr leitete. 

Albert Jan Raafkes Brandmeister von

1947–1949 

Lucas Lügtenaar Brandmeister von

1949 – 1954 

Im Oktober 1970 wurde Lucas Lügtenaar im Rahmen einer Dienstversammlung aus Anlass seines 65.Geburtstag geehrt und aus dem aktiven Wehrdienst in die Alters und Ehrenabteilung versetzt. Er war der Wehr im Jahre 1936 beigetreten. Ihm folgte der Klempnermeister Jan Maathuis (ein Schwiegersohn von Harm Pohlmann). Nach zwölf Jahren Amtszeit legte Maathuis 1966 das Amt in die Hände der damaligen Bezirksschornsteinfegermeisters Hans Braunert. 

Verabschiedung des Brandmeisters Jan Maathuis durch seinen Nachfolger Hans Braunert  

Hochwassereinsatz an der Vechte 

Hans Braunert wurde im Zuge der Gebietsreform im Jahre 1974 zum Gemeindebrandmeister für die Ortswehren Emlichheim, Ringe- Neugnadenfeld und Hoogstede bestellt. Von 1974-2004 war der Kraftfahrzeugmechaniker und Leiter des Emlichheimer Bauhofs Wilhelm Klümper Brandmeister. Er wurde im Jahre 2004 von Reinhard Peters abgelöst, der jetzt das Amt als Brandmeister inne hat.

Die Geschichte der Emlichheimer Wehr hat mehrere Grossbrände zu verzeichnen. So wurden 1854 bei einem Grossbrand im Ortszentrum 23 Wohnungen ein Opfer der Flammen. Der Brand war in der damaligen Bäckerei Büssemaker (die im Hause des späteren Hotels Büssemaker am Marktplatz ihren Platz hatte) ausgebrochen. Durch Funkenflug fingen die umliegenden Strohdächer rasch Feuer und ein ungünstiger Wind trug zur schnellen Ausbreitung des Feuers bei. Um die Jahrhundertwende gab einen weiteren Grossbrand, wobei einige Häuser (ehemalige Gaststätte Assen / van der Zwaan) abbrannten. Schließlich ist noch ein Grossbrand im Jahre 1925 bei der damaligen Papier und Dachpappenfabrik (jetzt Emslandstärke) zu erwähnen. Dort war ein 3000 cbm großer Torfhaufen, fast der gesamte Brennstoff, in Brand geraten. Die Wehr war 10 Tage unter der Mithilfe der Wehren aus Hoogstede, Wilsum und Veldhausen im Einsatz. Im Jahre 1929 brannte der Hof Stöffer in Emlichheim bis auf die Grundmauern nieder. Bei einem weiteren Grossbrand im Jahre 1937 wurden in Klein-Ringe die Gehöfte Borgmann, Lambers und Bierlink ein Opfer der Flammen. Völlig nieder brannte 1937 auch das Gehöft Brinkmann an der Mühlenstraße. In den Brandberichten der Wehr ist weiterhin ein Grossbrand im Jahre 1943 verzeichnet. Eine Luftmine zerstörte die Scheune des Landwirts Borghorst an der Wildestraße. Dabei entzündete sich beim Nachbarhof Schoemaker eine Scheune, die von der Wehr aber nicht gerettet werden konnte, weil die Zufahrt durch die Mine so beschädigt wurde, dass sie nicht mehr passierbar war.

1946 herrschte bei ernsthaften Hochwassergefahren am Lägen Diek in Emlichheim für die Wehr höchster Alarmzustand. Hochwassergefahren gab es jedoch immer wieder. Mit Schreiben vom 14-12-1960 hat der damalige Bürgermeister der Gemeine Laar, Herr Meyergeerds, folgendes ausgeführt: "In unermüdlichen Eifer setzen sich ihre Leute Tag und Nacht ein, um den von dem Hochwasser bedrohten Einwohner unserer Gemeinde zu helfen. Ich danke Ihnen, insbesondere den Helfern, im Name der ganzen Gemeinde. 

Hermann Meppelink bediente früher die Brandglocke 

Feuermelder Johannes Meyrink

1934 – 1941 

Feueralarm wurde in früheren Jahren sowohl mit den Kirchenglocken (Brandglocke) als auch mit einem Feuerhorn gegeben, und zwar im Dorf durch Herrn Scheerhorn und im Gebiet Westerdorf durch Herrn Meyring. Später betätigte bei Feueralarm der Bäckermeister Hermann Meppelink (Kirchstraße) die Brandglocke der Ev. -ref. Kirche.

Bis zum Jahre 1932 musste die Wehr auf grössere Anschaffungen verzichten. Wie in allen anderen ländlichen Gemeinden wurde die Wehr lange Jahre hindurch stiefmütterlich behandelt. Vor der Jahrhundertwende gab es in Emlichheim eine hölzerne Spritze, die mit der berühmten Eimerkette von Hand zu Hand gefüllt werden musste. Sie wurde während des Zweiten Weltkrieges an den Werkschutz der Kartoffelmehlfabrik abgegeben und wurde dort verschrottet. Die bereits erwähnte handbetriebene und von Pferden gezogene Handdruckspritze aus dem Jahre 1901 ist heute noch gut erhalten. Für die Anschaffung dieser Handdruckspritze hat die Gemeinde Emlichheim damals einen Zuschuss von 245,00 RM von der Landschaftlichen Brandkasse Hannover erhalten. Die Handdruckspritze hat damals 1225,00 RM gekostet. Erst viel später, im Jahre 1932 reichte es zur Anschaffung einer kleinen Motorspritze Marke Ilo, die auf einem Anhänger mitgeführt werden musste. Diese Spritze hatte eine Förderleistung von 500 L. Im Jahre 1939 wurde für die nicht mehr funktionstüchtige Motorspritze aus dem Jahre 1932 eine neue Tragkraftspritze vom Fabrikat DKW - Koebe mit einer Förderleistung von 800 L angeschafft. Ebenfalls in diesem Jahr wurde der Wehr ein Opel-Blitz P 4 als Mannschaftswagen übergeben. Während des Zweiten Weltkrieges wurde dieses Fahrzeug als Krankentransportwagen eingesetzt. In den Kriegsjahren wurde der Mannschaftswagen bei der Autovermietung Bonge an der Bahnhofstraße stationiert.

Damit auch der Zivilbevölkerung während des Zweiten Weltkrieges ein gewisser Schutz gewährt werden konnte erhielt die Freiw .Feuerwehr 1942 ein leichtes Löschgruppenfahrzeug ( Fabrikat Daimler - Benz ), das mit Gasanzügen und Atemschutzgeräten und weiterem ausgestattet war. Es sollte in der Hauptsache für die Brandbomben und Gasbekämpfung dienen. Nach Beendigung des Krieges kam dieses Fahrzeug nicht mehr zum Einsatz, weil es von der Besatzungsmacht beschlagnahmt und mitgenommen wurde. Um die Schlagkraft der Feuerwehr zu erhalten, mußte ein Ersatzfahrzeug beschafft werden .Da die Gemeinde bzw. der Feuerlöschverband unmittelbar nach dem Krieg nur über sehr wenige Finanzmittel verfügte, lag es nahe, ein gebrauchtes Fahrzeug aus Wehrmachtsbeständen zu beschaffen. Es handelt sich um ein Mercedes-Benz Löschgruppenfahrzeug mit offenem Mannschaftswagen. Dieses Fahrzeug war bis 1958 bei der Feuerwehr im Einsatz. Im Jahre 1954 hatte der Gemeinderat die Notwendigkeit einer Neuanschaffung erkannt und bewilligte Mittel für die Neuanschaffung einer Tragkraftspritze. Die Tragkraftspritze war mit einem luftgekühlten VW-Motor von ca. 25 Ps ausgerüstet. Die alte Koebe -Spritze hatte damit ausgedient. 

Aufbau der Wehr

Der Zweite Weltkrieg hatte das Feuerlöschwesen in Deutschland wieder auf ein Nullpunkt gebracht. Fahrzeuge und andere notwendige Ausrüstung fehlten. Auch fehlten gesetzliche Grundlagen, die das Feuerlöschwesen wieder in normale Bahnen hätte bringen können. Durch das Gesetz über den Feuerschutz im Land Niedersachsen vom 02.03.1949 wurde einen neue Grundlage geschaffen. Den Gemeinden und Kreisen wurde der Feuerschutz als Selbstverwaltungsaufgabe übertragen. Wie bereits in den 30-er und 40-er Jahren schlossen sie die Gemeinden Emlichheim, Laar, Eschebrügge, Echteler, Volzel, Heesterkannte, Agterhorn und Vorwald wieder zu einen Feuerlöschverband zusammen. Dem Feuerlöschverband Emlichheim -Laar gehörten im übrigen vor bzw. während des Zweiten Weltkrieges auch die Gemeinden Großringe und Kleinringe an. Ab 1951 wurden wieder größere Anschaffung an Schlauchmaterial, persönlicher Ausrüstung und Einsatzgeräten getätigt. 

Gruppenfoto aus dem Jahre 1959 vor dem Haus Kröse an der Haupstrasse.

Von links: Karl Kröse, Wilhelm Bonge, Johann Brandt, Gerrit Jan Hellendorn, Günter Büdden, Hermannes Brinkmann, Heinrich Riesenbeck, Heinrich Krage, Bernhard Kuipers 

Im Jahre 1958 hat der Feuerlöschverband ein neues ein modernes Löschgruppenfahrzeug bewilligt. Es handelt sich um das Löschgruppenfahrzeug des Fabrikats Borgwart( Typ LF 8 TS) Diese Fahrzeug war mit Allrad ausgestattet und konnte neun Mann Besatzung mitnehmen .Dieses Fahrzeug ersetzte das alte Militärfahrzeug. Damit die Geschichte der Emlichheimer Feuerwehr zu langatmig wird, werden die einzelnen Stationen der Freiwilligen Feuerwehr auf den nächsten Seiten kurz skizziert. Zunächst sollte jedoch noch auf die Feuerwehrgerätehäuser eingegangen werden. Das heutige Grätehaus an der Stockmannstr. hatte drei Vorgänger. Das erste Feuerwehrhaus stand am Friedhofsweg, etwa dort, wo heute das Gemeindehaus der Ev. -ref. Kirchengemeinde befindet .Das zweite Feuerwehrhaus stand am Bremarkt neben dem Hause van der Zwaan. Dort war später die Viehwaage der Gastwirtschaft Heidotting - Fühner untergebracht. Das dritte Feuerwehrhaus wurde 1923 auf einer Fläche der Markengemeinde an der Hauptstr. in etwa im Bereich der jetzigen Einmündung der Dorfstr. errichtet. Das sogenannte "Spritzenhaus" hatte auch eine Arrestzelle, in der die Polizei hin und wieder straffällig gewordene Personen für kurze Zeit einsperren ließ. Es dauerte bis zum Jahre 1963,bis das heutige Feuerwehrgerätehaus an der Stockmannstrasse gebaut wurde. 

Ehemaliges Gerätehaus an der Hauptrasse aus dem Jahre 1923 

Gerätehaus an der Stockmannstrasse im Jahre 1964 

Bis es jedoch hierzu kam ,waren einige Hindernisse zu überwinden. Es waren verschiedene Standorte im Gespräch. Im Jahre 1961 wollte der Feuerlöschverband ein Tanklöschfahrzeug anschaffen. Diesem Vorhaben hat der Bezirksbrandmeister nicht zugestimmt. Er forderte, das vor der Anschaffung des Fahrzeuges die Erstellung eines ordnungsgemäßen Gerätehaus erforderlich ist.

Das Feuerwehrhaus an der Stockmannstrasse wurde nach dem Entwurf des Nordhorner Brandverhütungs- Ingenieur Wilhelm Bokeloh errichtet .Mit diesem Bauvorhaben konnte im Jahre 1963 begonnen werden .Das Feuerwehrgerätehaus diente ab diesem Zeitpunkt auch der Ortsgruppe der Deutschen Roten Kreuzes als Unterkunft .Das Feuerwehrgerätehaus an der Stockmannstrasse wurde mehrmals erweitert .Zuletzt erfolgte im Jahre 1999 eine Erweiterung um zwei Fahrzeughallen. Hierdurch wird ein lang gehegter Wunsch der Ortsfeuerwehr und der Ortsgruppe des Roten Kreuzes, insbesondere größere Unterrichtsräume zur Verfügung zu haben, in Erfüllung gehen.

Nun zu den einzelnen Stationen der Freiwilligen Feuerwehr Emlichheim nach dem Zeiten Weltkrieg:

Im Jahre 1947 legt der Brandmeister Harm Pohlmann sein Amt nach 33.5 Jahren nieder .Er wird durch Albert Jan Raafkes abgelöst .Im Jahre 1949 wird Lucas Lügtenaar Nachfolger von Albert Jan Raafkes als Brandmeister.

r die Tragkraftspritze der Marke Koebe wird im Jahre 1954 eine Tragkraftspritze mit einem luftgekühlten VW-Motor angeschafft .Ebenfalls im Jahre 1954 wird Lucas Lügtenaar durch Jan Maathuis als Brandmeister abgelöst. Im Jahre 1958 erhält die Emlichheimer Wehr ein neues Löschgruppenfahrzeug LF 8 mit Allradantrieb-Fabrikat Graaf/Borgward .Dieses Fahrzeug ersetzt das alte Militärfahrzeug.1959 brannte an verschiedenen Stellen im Verbandgebiet die Heide. In 1962 ging ein lang gehegter Wunsch der Wehr in Erfüllung .An der Stockmannstrasse auf dem ehemaligen Meyerink´schen Grundstück, unweit vom alten Feuerwehrhaus ,wird das neue Feuerwehrgerätehaus seiner Bestimmung übergeben .Neben den drei Fahrzeugboxen stehen der Wehr nunmehr ein Werkraum ,ein Unterrichtraum und Zeitgemäßere sanitäre Einrichtung zur Verfügung.

Im Jahre 1966 löst Hans Braunert Jan Maathuis noch 12 jähriger Amtszeit als Brandmeister ab. Ebenfalls im Jahre 1966 gab es eine weitere bedeutsame Anschaffung für die Freiwillige Feuerwehr Emlichheim .Zu den Löschgruppenfahrzeug kommt ein Tanklöschfahrzeug TLF 16 (Tankinhalt 3200 ltr.) von der Firma Ziegler hinzu. 

Kreiswettkämpfe 1962 in Emlichheim 

Antritt der Wehr vor dem neuen Tanklöschfahrzeug aus den Jahre 1966 

Des weiteren wird 1966 der Fahrzeugpark um einen DKW Jeep erweitert. Bezahlt wird dieses Fahrzeug aus der Kameradschaftskasse .Das Fahrzeug diente lange Jahre als Schlauchwagen( ca. 500 m Schlauch). Das Feuerwehrgerätehaus wird 1967 mit Telefon ausgestattet. Eine wesentliche schnellere Alarmierung durch den Alarmauslösenden wird hierdurch möglich.1970 erhalten drei Fahrzeuge Funkgeräte.1972 kommen zu den drei im Tanklöschfahrzeuge vorhandenen schweren Atemschutzgeräten noch drei schwere Atemschutzgeräte hinzu. Durch den Zusammenschluss der Gemeinden im Wege der Gebietsreform zu einer Samtgemeinde werden die Feuerlöschverbände überflüssig. Die Trägerschaft für den Feuerschutz übernimmt ab 1974 die Samtgemeinde .Ebenfalls durch die Gebietsreform werden die Freiwilligen Feuerwehren Emlichheim, Hoogstede und Neugnadenfeld auf Ebene der Samtgemeinde zu einer Gemeindefeuerwehr zusammengeschlossen. Die Örtlichen Feuerwehren gelten sodann als Ortsfeuerwehren. Der Brandmeister der Feuerwehr Emlichheim, Hans Braunert ,wird anlässlich der ersten Mitgliederversammlung der Gemeindefeuerwehr zum Gemeindebrandmeister vorgeschlagen und anschließend durch den Samtgemeinderat bestätigt. Nachfolger als Ortsbrandmeister der Ortsfeuerwehr Emlichheim wird Wilhelm Klümper.

Da die Feuerwehren mehr und mehr zu Hilfeleistungen gerufen werden, wird im Jahre 1975 der alte Tragkraftspritzenanhänger mit Hilfeleistungsgeräten (u.a.. Unfallrettungsschere, Greifzug) bestückt. Ebenfalls im Jahre 1975 richten sich in eigener Regie und zum größten Teil auch aus eigenen Mitteln die Feuerwehrkameraden im Keller des Feuerwehrgerätehauses an der Stockmannstrasse einen Aufenthaltraum ein. Im Jahre 1976 wird ein neues Löschgruppenfahrzeug LF8 mit Allradantrieb von der Firma Ziegler aus Gingen an die Ortsfeuerwehr Emlichheim übergeben. Das alte Borgwart-Fahrzeug aus dem Jahre 1958 hat damit ausgedient. Das neue Löschgruppenfahrzeug wird anlässlich des 75-jährigen Jubiläums an die Emlichheim Wehr überreicht. 

Wilhelm Klümper Brandmeister von

1976-2004 

Übergabe des neuen Löschgruppenfahrzeug im Jahre 1976 

Mitglieder der Feuerwehr im Jubiläumsjahr 1976 

Festbogen anlässlich des 75-jährigen Jubiläums im Jahre 1976 

Da der Fahrzeugpark noch ziemlich neuwertig war, mussten in den Folgejahren keine größeren Anschaffungen getätigt werden. Im Jahre 1982 wurde das Feuerwehrgerätehaus in Richtung Hauptstrasse erweitert. Es wurden drei Fahrzeugboxen angebaut. Die Feuerwehr konnte seit dieser Zeit die bisherige Fahrzeugbox des DRK nutzen. Um für die immer öfter auftretende technische Hilfeleistung gerüstet zu sein, wurden auf Kreisebene verschiedene Gerätewagen für die technische Hilfeleistung angeschafft. Die Emlichheimer Wehr erhielt daher 1984 einen Gerätewagen mit Zuladung (GW-Z) von der Samtgemeinde bewilligt. Im November 1987 wurde ein Pkw-Anhänger angeschafft. Im August 1988 erhielt die Ortsfeuerwehr einen Einsatzleitwagen (ELW 1). Im Jahre 1990 wurde der Aufenthaltsraum im Keller umgebaut und renoviert. Im Jahre 1992 ist das Tanklöschfahrzeug aus den Jahre 1966 durch ein neues Tanklöschfahrzeug –TLF 16/25- ersetzt worden. Im Jahre 1994 erhielt die Wehr vom ABZ-Zug den Gerätewagen “Meß“(GW-Meß). Im Jahre 1997 konnte der Schlauchwagen aus dem Jahre 1966 durch ein neues Fahrzeug (SW 500) ersetzt werden. Im Jahre 1999 erhielt die Ortfeuerwehr Emlichheim einen Pulverlöschanhänger (P 500) und im Jahre 2000 einen Ölwehrhänger (früher TSA). Ebenfalls im Jahre 2000 erhielt die Emlichheimer Wehr einen neuen Pkw-Anhänger mit Deckel. Schließlich sei an dieser Stelle auch nochmals darauf verweisen, das nunmehr das Feuerwehrgerätehaus in diesem Jahr großzügig erweitert und umgebaut wird. 

Fahrzeuge der Ortfeuerwehr Emlichheim im Jahre 1976